Sportuntersuchung

Regelmäßig dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten, besser für 45-60 Minuten Sport ist zur Vorsorge sinnvoll. Aber auch bei bestehenden chronischen Krankheiten führt eine regelmäßige sportliche Betätigung zu einer Krankheitsstabilisierung häufig auch zu einer Bewerdebesserung. Dabei kommt es einerseits auf die Regelmäßigkeit und Dauerhaftigkeit des Bewegungsprogramms an, andererseits jedoch auch um die richtige Sportart für den Betroffenen. Hierbei kann ärztlicher Rat für die geeignete Sportart in Kenntnis des medizinischen Leistungsbildes hilfreich sein.

Sport stellt Ihnen ein vielfältiges Leistungsangebot dar. Persönliche Neigungen in Verbindung mit den wöchtlichen zeitlichen Möglichkeiten und dem individuellen Leistungsvermögen sollten berücksichtigt werden.

Während Sport historisch betrachtet früher nur von Eliten betrieben werden konnte (siehe antike olypmische Spiele in Griechenland, Ritterspiele im Mittelalter), kann Sport heute von jeden ausgeführt werden. Die Medienvielfalt mit Fernsehen, Computer und Video prägt zunehmend das Freizeit-verhalten der Jugendlichen oft zu Lasten der sportlichen Aktivitäten. Die meisten Menschen brauchen heute nicht mehr körperlich arbeiten. Für Sie alle stellt Sport heute die einzige Möglichkeit dar, das Bewegungs- und Leistungssystem aufzubauen, zu verbessern und zu erhalten, um den Anforder-ungen eines immer länger werdenden bewegungsarmen Lebens Rechnung zu tragen. Deshalb ist auch ein regelmäßiger Sport für Senioren wichtig. Kein Mensch ist zu alt für Sport. Auch der schon sehr alte Mensch profitiert von sportlicher Bewegung.

Die Intensivität der sportlichen Betätigung ist ebenfalls äußerst unterschiedlich. Sie reicht von einfachen Belastungen wie regelmäßiges Spazierengehen über die verschiedenen Breitensportarten bis zum leistungsorientierten Individualleistungsport und Mannschaftswettkampfsport. 

Jede körperliche Bewegung ist medizinisch sinnvoll. Es muß nicht immer Leistungs- oder Wettkampfsport sein. In Gegenteil, oft führt der leistungsorientiert Sport zu eine Überbeanspruchung und somit eher zur körperlichen Schädigung als zur positiven körperlichen Ertüchtigung.

Insbesondere sollte jeder Sporter seine Leistungsfähigkeit nicht nur als Vergleich individueller oder allgemeiner Bestzeiten begreifen. Es gibt auch eine objektivierbare Leistungsfähigkeit durch einen sportärztlichen Check.

Dieser sportärztliche Check ist als Ausgang für die Wahl der sporttliche Betätigung, aber auch in der Verlaufskontrolle sinnvoll und wird auch von gut geführten Vereinen und Fitness-Centern immer wieder gefordert. Natürlich macht er auch bei nicht im Verein betriebenen Sportarten Sinn.

Der Umfang des sportärztlichen Checks ist natürlich abhängig von Alter des Athletens, von bestehenden Risikofaktoren, der Sportart und der Belastungsintensität des Sportes.

Der Basis-Sportcheck beinhaltet:

  • ausführliches ärztliches Gespräch

  • Vorgeschichte, persönliche und familiäre Risikofaktoren

  • ausführliche körperliche Untersuchung

  • Ergebnisbesprechung und ärztliche Empfehlungen

  • Bescheinigung der Sporttauglichkeit

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr wird der Basis-Check ergänzt durch:

  • ein Belastungen-EKG (Ergometrie)

  • eine Laborstoffwechseluntersuchung

  • ggf. Lungenfunktion

Diese Untersuchungen bieten wir Ihnen in unserer Praxis an. Sportmedizinische Untersuchungen sind nicht Bestandteile der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen und werden deshalb privat in Rechnung gestellt.